Ein Mensch aus einem armen Land muss für ein Schengen-Visum nachweisen, dass er „rückkehrwillig“ ist. Die Gründe, die dafür sprechen, sind für das Auswärtige Amt „familiäre Bindung“, „finanzielle Rücklagen“ oder Immobilien. Welche Künstler*innen weltweit zwischen 20-30 Jahren können das nachweisen?

Im Juni 2018 wurde im Rahmen des HKF-geförderten jtw-Theaterprojekts METAMORPHOSEN Künstler*innen der Gruppe les pieds dans la mare aus der Elfenbeinküste die Einreise nach Deutschland verweigert. Wir sind nicht das einzige Projekt in dem ausländischen Künstler*innen kurzfristig die Einreise verweigert wurde.

Wir laden betroffene Kulturprojekte, Institutionen und Künstler*innen-Gruppen zu einem Arbeits- und Vernetzungstreffen ein, um über die Richtlinien zur Visa-Vergabe an nicht-europäische Künstler*innen zu sprechen und gemeinsam nach politischen Lösungen zu suchen.

„Es ist schizophren. Der Bund fördert die Projekte und lässt dann aber die Künstler nicht einreisen.“

Senator für Kultur und Europa, Dr. Klaus Lederer

TERMIN

Sa 24.11.2018 um 11:00
Dauer: 2,5 Std.

SPIELORT

jtw Spandau
Gelsenkircher Str. 20 in 13583 Berlin

PRESSELINKS

Zweifelhafte Visumsvergabe – Wie sich Europa auch beim internationalen Kulturaustausch abschottet

(ARD, titel thesen temperamente, Interview mit Julia Schreiner, 23.09.2018)

So torpediert die Praxis der Visumserteilung den Kulturaustausch

(Berliner Zeitung, 14.06.2018)

Die Macht der Götter in deutschen Behörden

(Berliner Zeitung, 15.06.2018)

Die Grenzen der Kunst

(Nachtkritik, 14.06.2018)

Auswärtiges Amt blockiert Tanzprojekt aus Afrika

(Deutschlandfunk Kultur, 16.06.2018)

Wir wurden metamorphosiert

(Kein Visum für les pieds dans la mare, Juli 2018)

ORGANISATION Julia Schreiner & Patryk Witt FÖRDERUNG Bundeszentrale für Politische Bildung

GEFÖRDERT DURCH