Eine polyphone Polit-Parabel über Wahrheit und Herrschaft

Das Ensemble der jtw spandau beschäftigt sich in seiner aktuellen Inszenierung mit dem Roman „Herr der Krähen“ des kenianischen Autors Ngugi wa Thiong´o und entwirft eine vielstimmige Polit-Parabel, die die eine Wahrheit nicht kennt:

Im Stimmengewirr sucht jede*r danach, seinen Platz in der Welt zu behaupten. Und jede Erzählung eröffnet ein neues Geschehen. In einem Land, das mit dem größten Turm der Welt den Himmel erreichen will, haben alle Menschen ihre Not: vom einfachen Polizisten bis zur Hausfrau, vom korrupten Magnaten über die unzähligen Arbeitslosen, die in langen Schlangen stehen und warten, bis zum Diktator selbst…

Das Schicksal will es, dass in der Diktatur des Turmbaus ein mysteriöses Konsultationsbüro mit dem Namen „Herr der Krähen“ entsteht, wo alle Menschen ihre eigene Wahrheit erkunden – und so das System selbst ins Wanken gerät. Es entwickelt sich eine surreale Polit-Parabel.

VORSTELLUNGEN
Fr 28.8.2020 | 19 Uhr
So 30.8. | 16 Uhr
Mo 31.8. | 10 Uhr
Sa 5.9. | 19 Uhr
So 6.9. | 16 Uhr
Sa 12.9. | 19 Uhr
So 13.9. | 16 Uhr
Fr 18.9. | 19 Uhr
Sa 19.9. | 19 Uhr
So 20.9. | 16 Uhr

DAUER
2,5 Std. mit Pausen

EINTRITT
Spende

SPIELORT
jtw Spandau
Gelsenkircher Str. 20
13583 Berlin

INTERNATIONALE ZUSAMMENARBEIT

Seit fünf Jahren ermöglicht die jtw spandau die Zusammenarbeit mit internationalen Künstler*innen aus zahlreichen Ländern, die auch im „Herr der Krähen“ mit zwei Nachwuchsschauspieler:innen aus Brasilien und der Choreografin Jenny Mezile aus der Elfenbeinküste weitergeführt wird.

TEXT | Ngũgĩ wa Thiong‘o (aus dem Englischen von Thomas Brückner)


REGIE | Carlos Manuel

Der in Angola geborene Regisseur, Carlos Manuel, studierte Philosophie in Brasilien und Theaterwissenschaften in Frankreich, bevor er seine ersten Inszenierungen entwickelte. In seinen oft überbordenden Bühnenarbeiten übersetzt er philosophische Fragen für die Bühne und lässt ihrer Komplexität Raum; erzwingt keine Einfachheit. Seine Inszenierungen folgen dem Unperfekten und Unvorhersehbaren, das sich nicht durch Wiederholbarkeit zähmen lässt. Seine Leidenschaft für die Arbeit mit Laien begann vor etwa 20 Jahren mit einer ersten Inszenierung für die jtw spandau, wo er u.a. noch heute tätig ist.


LIVE-AUDIODESKRIPTION

am 19. September um 19 Uhr mit Live-Audiodeskription (Anke Nicolai) + Bühnenführung für Sehbehinderte um 18 Uhr


GEBÄRDEN-ÜBERSETZUNG

am 20. Sepetmber um 16 Uhr mit Theater-Gebärden (Claudia Seekamp und Kathrin Hergert)


KINDERBETREUUNG

am 20. Spetember um 16 Uhr


KONFERENZ

„Kontamination – Demokratur“ am 19. September ab 14 Uhr


RBB-KULTUR

Das Projekt wird in diesem Jahr auch vom rbb-Kultur begleitet und so kann man bereits jetzt ein wenig mehr sehen und hören.


FÖRDERUNG

Ein Projekt der jtw spandau in Kooperation mit les pieds dans la mare, Abidjan, unterstützt durch das Goethe Institut Curitiba, gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds Berlin.

MIT
André Bertholdt, Andrea Manke, Daria Lazarieva, Esra Mayer, Florian Henning, Gianni Masariè, Jawid Arthen, Jingyun Li, Joachim Giera, Joyce Ferse, Leon Schley, Lia Runau, Maria Cecília, Martina-Malte Rathmann, Monika von Oertzen, Natalia Matthies, Pedro Ramires, Renate Schönfisch, Samson Ghebrehiwet, Sibel Kir

REGIE Carlos Manuel BÜHNE Anne Duk Hee Jordan KOSTÜME Verena Hay CHOREOGRAFIE Jenny Mezile
TECHNIK Marvin Wrobel, Gilles Stein, Dustin Mader, Jens Gerlich, Mostaffa Hossain Zadeh BÜHNENBILDASSISTENZ Andrea Macias Yañez FOTOS & GRAFIK Patryk Witt PRODUKTIONSLEITUNG Julia Schreiner PRODUKTION jtw spandau in Kooperation mit les pieds dans la mare (Abidjan), unterstützt durch das Goethe Institut Curitiba FÖRDERUNG Hauptstadtkulturfonds Berlin