
Oublié el nur
Dokumentarisches Theater
4. – 6.11.2026
Die Krähen sind gespalten. Wo heute die Elbe fließt, trennte einst ein Gletscher Rabenkrähen im Westen von Nebelkrähen im Osten. Die Eiszeit ist lange her. Bis heute nisten und schwärmen sie aber lieber mit ihresgleichen. Das »krah« der einen klingt metallischer als das heisere »krarr« der anderen. Da trägt man ein schwarz-graues Federkleid, während man sich dort schwarz stylt. Alle registrieren mit schräg gelegtem Kopf sorgfältig die Unterschiede und wischen mit schnellem Flügelschlag über Verbindendes hinweg. Alljährlich zelebrieren die Krähen zu beiden Seiten des Flusses die Gletscherschmelze.
Das Publikum ist eingeladen mitzufeiern und gerät mitten hinein in Hörensagen und Übereinanderreden. Was hindert uns daran, die Spaltung aufzubrechen? Was braucht es, um diese harte Nuss zu knacken? Die Inszenierung ist ein Erlebnis- und Erfahrungsraum aus dem Zusammenspiel von Schauspiel und Interaktion mit dem Publikum, das einlädt gesellschaftliche Fragen und eigene Haltungen zu erproben.
Der Zugang zum Haus und in den Theatersaal ist barrierefrei. Die Toiletten sind es leider nicht.
Für Gruppenbuchungen für mehr als 10 Personen kontaktieren Sie uns bitte über post@jtw-spandau.de
Von und mit:
Toni Jessen (Nebelkrähe)
Volkan T error (Halbe Krähe)
Maria Walser (Rabenkrähe)
Fabian Eichner (Licht & Technik)
Frida Grubba (Bühne & Kostüme)
Johannes Kraak (Nebeltext)
David Lindemann (Rabentext)
Sebastian Mauksch (Künstlerische Leitung)
Vera Pulido (Sound)
Soraya Reichl (Vermittlung & Schulen)
Olivia Stutz (Produktion)
Jutta Wangemann (Outside Eye & ÖA)
Eine Produktion von Sebastian Mauksch & Team in Kooperation mit dem Ballhaus Ost, gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.

jtw spandau
Gelsenkircher Str. 20
13583 Berlin-Spandau
Bus: 137, M37, X37
von Rathaus Spandau bis Westerwaldstr. + 6 Minuten Laufweg